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Sozialplanung

Sozialplanung für Menschen mit Behinderungen und für psychisch kranke Menschen

  • Eine zentrale Aufgabe der Sozialplanung ist die Bestandserhebung und Fortschreibung von Einrichtungen, Angeboten und Diensten in der Region sowie die Bedarfsermittlung und die Entwicklung von Maßnahmen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Leistungssystems für alte, behinderte und psychisch kranke Menschen. Grundlage für die Leistungen für Menschen mit Behinderungen ist der vom Kreistag in seiner Sitzung am 16.07.2007 verabschiedete Teilhabeplan für den Landkreis Böblingen.
  • Die Sozialplanung berät Einrichtungen und Träger bei Planungsvorhaben und ist der zuständige Ansprechpartner bei Anfragen zur Förderung von Vorhaben.
  • Die Sozialplanung ist auf Kreisebene verantwortlich für die Vergütungsvereinbarungen nach SGB XI und SGB XII.

Die Planungsbereiche sind:

Menschen mit Behinderung

Ein großes Ziel für unsere Gesellschaft ist es, gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen. Die Sozialplanung hat die Aufgabe, gemeinsam mit den Betroffenen, deren Angehörigen, den unterstützenden Einrichtungen und den Politikern konkrete Ideen zu entwickeln, damit Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft in allen Bereichen teilhaben können. Unterstützende Strukturen werden verbessert und Barrieren abgebaut. Das betrifft zum Beispiel das Wohnen, das Arbeiten und die Teilhabe an den vielen anderen Angeboten im Landkreis.

Der Teilhabeplan

Im Jahr 2007 wurde der erste Teilhabe-Plan für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen erarbeitet. Er gibt einen Überblick über das gesamte Angebot der Leistungen im Landkreis Böblingen und was in den nächsten 10 Jahren wichtig ist. Es wird beschrieben, wie diese Anliegen umgesetzt werden können. Der Planungszeitraum von 2006 bis 2016 ist inzwischen abgelaufen. Deshalb wird der Plan im Jahr 2018 fortgeschrieben. Es geht um die nächsten Jahre bis 2026. Viele sind daran beteiligt. Der neue Plan soll im Herbst 2018 vom Kreistag beschlossen werden.

Psychiatrieplanung

Wann spricht man von einer seelischen Behinderung? Im Sozialgesetzbuch steht: "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist." Eine Erkrankung wird also zur Behinderung, wenn sie länger als sechs Monate anhält. Auch die UN-Behindertenrechts-Konvention zählt Menschen mit lange andauernden seelischen Problemen zu den Menschen mit Behinderung.

Aufgaben der Psychiatrieplanung:

  • Verhandlungen mit Leistungserbringern hinsichtlich planungsrelevanter Themen und Erarbeitungen von Rahmenkonzeptionen.
  • Unterstützung der politischen Gremien und der Leitungsebene bei der Planung und Strategieentwicklung.
  • Fortschreibung der Sozialpläne in der Psychiatrie.
  • Geschäftsführung in dem Gemeindepsychiatrischen Steuerungsverbund (GPSV) unter dem Vorsitz des Sozialdezernenten.
  • Geschäftsführung in der Hilfeplankonferenz für psychisch kranke Menschen
  • Durchführung und Auswertung von statistischen Erhebungen.
  • Fachbezogener Austausch in der Region und in Baden-Württemberg.

Material:

Links:


Hilfeplankonferenz

Die Hilfeplankonferenz (HPK) ist ein Fachgremium des Gemeindepsychiatrischen Verbundes (GPV) im Landkreis Böblingen.

Die Aufgabe der HPK ist es, für psychisch erkrankte Menschen im Landkreis Böblingen, die Unterstützung zur Teilhabe an der Gesellschaft (§ 55 SBG IX) suchen und wünschen, eine bedarfsgerechte Hilfe zu empfehlen, um ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können.

Der Auftrag an die HPK ist es, über die Möglichkeiten der Hilfe im Einzelfall zu beraten und eine fachliche Empfehlung auszusprechen.

Die HPK tagt in der Regel einmal monatlich auf der Basis eines vereinbarten Terminplans und nach einem festgelegten Ablauf.

Zur Teilnahme an der HPK ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich. Die Unterlagen müssen spätestens eine Woche vor dem Sitzungstermin bei der Geschäftsführung der Hilfeplankonferenz vorliegen.

Anfragen bitte an hilfeplankonferenz@lrabb.de 
oder Renate Kohler-Muthny, Tel: 07031 / 663-2004, E-Mail: r.kohler-muthny@lrabb.de

Anmeldeunterlagen:

Kreispflegeplan

Der Kreispflegeplan liefert Informationen zu allen Themen der Altenhilfe und Altenpflege. Er zeigt den aktuellen Bestand der Angebote auf und den Bedarf in der Zukunft, der für einen längeren Zeitraum vorausgeschätzt wird. Dazu wird der Plan regelmäßig fortgeschrieben. Er enthält auch Handlungsempfehlungen für die Politik und die Kommunen im Kreisgebiet. Mit dem Kreispflegeplan wird konsequent das Ziel verfolgt, eine bedarfsgerechte und wohnortnahe Versorgung für pflegebedürftige Menschen anzubieten. Der erste Plan wurde im Jahr 2002 verabschiedet. Die letzte Fortschreibung im Jahr 2016 befasst sich mit einem Planungshorizont bis 2020. Aktuell wird der Kreispflegeplan erneut überarbeitet. Die Bedarfsvorausschätzung reicht dann bis ins Jahr 2025. Der Plan soll im Herbst 2018 im Kreistag beschlossen werden.

Finanzen und Controlling im Sozialbereich

Mit den vielfältigen Transferleistungen im Rahmen der Sozialen Hilfen sowie der Jugendhilfe bildet das Sozialbudget wertmäßig die größte Position im Gesamthaushalt des Landkreises.

Der Bereich Controlling bei der Stabsstelle Sozialplanung und Controlling unterstützt im Dezernat für Bildung und Soziales die Fachämter und die Führungskräfte dabei, den Haushalt zu steuern und zu planen sowie die gesteckten Ziele zu erreichen. Das Controlling stellt die steuerungsrelevanten Informationen bereit und sorgt für eine transparente Sicht auf Kosten und Leistungen.

Des Weiteren überwacht das Controlling u. a. laufend, ob das Sozialbudget eingehalten wird und berichtet, wie sich die Einnahmen und Ausgaben für Soziale Hilfen und Jugendhilfe entwickeln und weist auf auffällige Punkte hin. Durch Soll-Ist-Vergleiche wird unterjährig ermittelt, ob und inwieweit von den Planansätzen abgewichen wird, um - falls erforderlich und möglich - rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Erkenntnisse über die Ursachen positiver und negativer Abweichungen in der Vergangenheit können dann in künftige Planungsprozesse einfließen.

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